Paritätische Kommission (PK)

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Gebäudehülle Stadt Zürich

Einhaltung / Geltungsbereiche

Die wichtigsten Punkte zu diesen Themen finden Sie im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und in den Ergänzungsbestimmungen (EB) unter folgenden Artikeln:

Gemäss GAV

Art.10

Paritätische Berufskommission (PBK)

10.1

Die lokalen, regionalen oder kantonalen Ergänzungsbestimmungen haben bezüglich der PBK zu bestimmen:

a) deren Befugnisse und Aufgaben;

b) deren Mitgliederzahl.

10.2

Wird aufgrund einer solchen Ergänzungsbestimmung keine PBK gebildet, so übernimmt die PLK deren Aufgaben.

10.3

Sofern für die PBK keine besonderen Befugnisse und Aufgaben formuliert sind, gelten sinngemäss jene der PLK gemäss Anhang 3 GAV.

Einhaltung / Geltungsbereiche gem. EB

Art. 2

Paritätische Kommission (PK) (Art. 10 GAV)

 

Zur Vertragsdurchführung und Förderung der Zusammenarbeit wird eine "Paritätische Kommission" eingesetzt. Die PK besteht aus je drei Mitgliedern beider Vertragsparteien (Arbeitnehmer/Arbeitgeber), die sich selbst konstituiert. Die Aufgaben der PK sind in den Statuten (Anhang 1) geregelt, die als integrierender Bestandteil der Ergänzungsbestimmungen gelten.

Einhaltung / Geltungsbereiche gem. GAV

Art.3

Räumlicher Geltungsbereich

3.1

Der GAV gilt für die ganze Schweiz, mit Ausnahme der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Genf, Waadt und Wallis.

Art.4

Betrieblicher Geltungsbereich

4.1

Die Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages gelten unmittelbar für alle Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Betrieben des Dach- und Wandgewerbes. Zum Dach und Wandgewerbe gehören Betriebe, die in folgenden Bereichen tätig sind:
   - geneigte Dächer und Unterdächer ab Sparrenlage;
   - Flachdächer ab der statischen Unterkonstruktion und
     Wandabdichtungen in Zusammenhang mit dem Flachdach;
   - vorgehängte und hinterlüftete Fassadenbekleidungen und
     die damit zusammenhängenden Isolierungen.
Namentlich eingeschlossen sind Materialien zur Fassadenbekleidung wie folgt:
   - Schiefer
   - Faserzement
   - Schindeln
   - Blech (Aluminium-, Trapez- und Wellbleche)
   - Steinplatten
   - Ziegel
   - Keramikplatten
   - Kunststoffplatten

4.2

Strukturierte Betriebe haben die einzelnen Betriebsteile den entsprechenden GAV zu unterstellen. Aus Gründen der Praktikabilität kann sich ein Unternehmen als homogener Mischbetrieb auf einen Gesamtarbeitsvertrag verpflichten. Dabei ist auf die Haupttätigkeit der Firma, welche ihr das Gepräge gibt, abzustellen. Ein homogener Mischbetrieb mit gesamthafter Zuordnung zu einem einzigen GAV ist anzunehmen
   - wenn die einzelnen Arbeitnehmer nicht eindeutig einem
     Betriebsteil zugeordnet werden können
   - wenn die Arbeiten im Rahmen der üblichen Tätigkeiten des
     Unternehmens nur untergeordnete Bedeutung erlangen
   - wenn die einzelnen Abteilungen nicht als eigenständige Anbieter
     auf dem Absatzmarkt auftreten
   - wenn die einzelnen Betriebsteile von aussen nicht als solche
     erkennbar sind.

4.3

Ist die Unterstellung eines Betriebes bzw. eines Betriebsteils unter diesen GAV unklar, bestimmen die involvierten paritätischen Kommissionen über eine entsprechende Zuordnung unter einen einheitlichen GAV oder unter Berücksichtigung von Art. 4.2 einzelner Betriebsteile unter die entsprechend gültigen GAV. Wenn auf dieser Ebene keine Einigung zu finden ist, gilt Artikel 16 sinngemäss.

4.4

Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des GAV über die Arbeits- und Lohnbedingungen im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 des Bundesgesetzes über die in die Schweiz entsandten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Artikel 1 und 2 der dazugehörigen Verordnung gelten auch für Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz, aber ausserhalb des räumlichen Geltungsbereiches nach Art. 4.1 GAV, sowie ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sofern sie in diesem Geltungsbereich Arbeiten ausführen. Bezüglich der Kontrolle über die Einhaltung dieser GAV Bestimmungen ist die paritätische Landeskommission des GAV zuständig.

4.5

Beschäftigt ein dem GAV bzw. der AVE unterstellter Arbeitgeber/Arbeitnehmer einer Arbeitsvermittlungs- bzw. Personalverleihfirma gemäss Bundesgesetz über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (Arbeitsvermittlungsgesetz, AVG, Mindestbestimmungen siehe Anhang 6 GAV), so sind für die Verleihfirmen die nachfolgend aufgeführten Artikel anwendbar: Art. 22.1 und 2; Art. 25; Art. 26; Art. 27; Art. 28; Art. 35.2 und 3; Art. 36; Art. 40.1 und 2; Art. 41; Art. 42; Art. 47; Art. 48; Anhang 1 GAV.

Art.5

Persönlicher Geltungsbereich

5.1

Der GAV gilt für alle Arbeitnehmenden unter Beachtung Art. 5.2 GAV die in Betrieben des Dach- und Wandgewerbes arbeiten.

5.2

Nicht unterstellte Arbeitnehmende sind:

a) Familienangehörige des Arbeitgebers gemäss Art. 4.1 ArG;

b) Geschäftsleiter sowie Mitarbeiter in leitender Funktion;

c) Poliere mit eidg. Diplom;

d) Das kaufmännische und das Verkaufspersonal;

e) Lehrlinge und Lehrtöchter unter Beachtung von Anhang 2 GAV.

Die Arbeitnehmer sind darüber zu orientieren, ob und welchem GAV sie unterstellt sind.

5.3

Für Teilzeitbeschäftigte im überwiegend handwerklichen Bereich ist der GAV ebenfalls einzuhalten.

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