Paritätische Kommission (PK)

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Gebäudetechnikbranche KPK

Berufs- und Vollzugskostenbeiträge

Die wichtigsten Punkte zu diesem Thema finden Sie im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und in den Ergänzungsbestimmungen (EB) unter folgenden Artikeln:

Berufs- und Vollzugskostenbeiträge

1.

Für was bezahlt man Berufs- und Vollzugskostenbeiträge

2.

Wie hoch sind die Berufs- und Vollzugskostenbeiträge

3.

Einzug

Der Berufs- und Vollzugskostenbeitrag wird für die Unterstellung unter den GAV erhoben. Durch die Unterstellung eines GAV’s ist man besseren Arbeitsbedingungen unterstellt. Ohne einen GAV wäre man dem OR unterstellt, welcher z.B. keinen 13. Monatslohn, weniger Ferientage etc. vorsieht.

Gemäss GAV Art. 7

Art.7

Regionaler Berufsbeitrag

7.1

Zur Gewährleistung einer gesunden und fortschrittlichen Berufsordnung auf regionaler, kantonaler und lokaler Ebene können die in Art. 5 GAV genannten Ergänzungsverträge auch spezielle Berufsbeiträge vorsehen.

7.2

Die Einzelheiten betreffend solche Beiträge werden in einem besonderen Reglement umschrieben, welches jedoch Bestandteil der Ergänzungsverträge sein muss.

Gemäss GAV Art. 20

Art.20

Vollzugskostenbeitrag und Grundbeitrag

20.1

Der Vollzugskostenbeitrag wird erhoben um

a) die Kosten des Vollzugs des GAV;

b) die Aufwendungen der gemeinsamen Durchführung dieses GAV's;

c) Massnahmen im Bereich der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes;

d) Aktivitäten in der Aus- und Weiterbildung;

e) die Administration der Geschäftsstelle zu decken.

Über die Verwendung der Vollzugskostenbeiträge gemäss Art. 20.1 GAV beschliesst die Paritätische Landeskommission (PLK). Sie erlässt hierfür ein Reglement (Anhang 2 GAV).

20.2

Ein allfälliger Überschuss dieser Vollzugskostenbeiträge darf auch nach Ablauf der Allgemeinverbindlichkeit dieses GAV nur für die Aus- und Weiterbildungsinstitutionen der vertragsschliessenden Parteien, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie für den Vollzug dieses GAV verwendet werden.

20.3

Die Beiträge und Leistungen der nichtorganisierten Arbeitgeber und Arbeitnehmenden sind gleich wie die der organisierten Arbeitgeber und Arbeitnehmenden zu behandeln.

a) Beiträge der Arbeitnehmenden
Alle unterstellten Arbeitnehmenden entrichten einen Vollzugskostenbeitrag von Fr. 25.– pro Monat. Der Abzug erfolgt monatlich direkt vom Lohn des Arbeitnehmenden und ist bei der Lohnabrechnung sichtbar aufzuführen.

b) Beiträge der Arbeitgeber
Alle dem GAV unterstellten Arbeitgeber entrichten für die dem GAV unterstellten Arbeitnehmenden ihrerseits einen Vollzugskostenbeitrag von Fr. 25.– pro Monat. Zusätzlich zum Vollzugskostenbeitrag entrichten die Arbeitgeber einen Grundbeitrag von pauschal Fr. 240.– pro Jahr, bzw. Fr. 20 pro Monat. Angebrochene Monate werden als volle Monate berechnet. Diese Beiträge sowie die von den Arbeitnehmenden bezahlten Beiträge sind periodisch gemäss Rechnungsstellung (unter Beachtung von Art. 20.6 GAV) der Geschäftsstelle der PLK zu überweisen.

20.4

Für Mitglieder der vertragsschliessenden Verbände sind die Beträge im Mitgliederbeitrag inbegriffen. In der praktischen Ausführung bedeutet dies: Von Arbeitgebern, die suissetec-Mitglied sind, wird kein Vollzugskostenbeitrag und Grundbeitrag erhoben.

20.5

Aus technischen Vollzugsgründen werden die Vollzugskostenbeiträge allen Arbeitnehmenden vom Lohn abgezogen. Die organisierten Arbeitnehmenden erhalten diesen Vollzugskostenbeitrag nach Vorweisen eines entsprechenden Belegs von ihrer Gewerkschaft einmal jährlich zurückerstattet.

20.6

Teilzeitbeschäftigte, deren Beschäftigungsgrad weniger als 40% Arbeitszeit beträgt, haben den Vollzugskostenbeitrag nicht zu entrichten.

20.7

Für nicht oder falsch abgezogene und/oder abgerechnete Vollzugskostenbeiträge haftet der Arbeitgeber.

Gemäss GAV Anhang 2

Reglement Vollzugskostenbeiträge und Grundbeitrag

Art.1

Grundsatz

1.1

Die Höhe des in Art. 20 GAV geregelt.

Art.2

Vollzugskostenbeitrages und dem Grundbeitrag ist Beiträge der Arbeitnehmenden

2.1

Der Beitragsabzug für Arbeitnehmende erfolgt monatlich direkt vom Lohn des Arbeitnehmenden und wird bei der Lohnabrechnung sichtbar aufgeführt.

2.2

Diese vom Arbeitgeber abgezogenen Vollzugskostenbeiträge sind mindestens jährlich an die Geschäftsstelle der PLK zu überweisen.

Art.3

Beiträge der Arbeitgeber

3.1

Diese Arbeitgeberbeiträge sind mindestens jährlich an die Geschäftsstelle der PLK zu überweisen.

Art.4

Beitragsquittungen

4.1

Der Arbeitgeber händigt den vertragsunterstellten Arbeitnehmenden am Ende des Jahres oder bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses eine Quittung aus über die vom Arbeitnehmenden geleisteten Beiträge während des Kalenderjahres.

4.2

Quittungsformulare können bei der PLK-Geschäftsstelle bezogen werden. Es werden auch Computerquittungen akzeptiert, die vom Arbeitgeber unterzeichnet sind.

Art.5

Beitrags-Rückerstattung

5.1

Arbeitnehmende, die Mitglied eines der vertragsunterzeichneten Verbände sind, erhalten beim Vorweisen der Quittung die Vollzugskostenbeiträge zurückerstattet.

5.2

Solche Quittungenmüssen bis Ende des darauffolgenden Jahres vorgewiesen werden. Spätere Vorweisungen bedürfen einer schriftlichen Begründung.

Gemäss EB Art. 4

Art.4

Berufs- und Vollzugskostenbeiträge

1

Die Vertragsunterstellung der Arbeitnehmer erfolgt gemäss den Bestimmungen von Art.3 GAV. Alle Arbeitnehmer, die dem GAV unterstellt sind, haben an die PK, zusätzlich zum Vollzugskostenbeitrag des GAV, Art. 20, einen Berufsbeitrag (gemäss Art. 7 GAV) von Fr. 10.00 pro Monat zu entrichten, der vom Arbeitgeber am Lohn in Abzug gebracht wird.

2

Die PK kann den Berufsbeitrag im Einvernehmen mit den Vertragsparteien, in Berücksichtigung der finanziellen Situation während der Vertragsdauer ändern.

3

Die Geschäftsstelle der PK macht den Einzug für beide Beiträge.

4

Im Übrigen wird auf das im Anhang II dieser EB befindliches Reglement für das Inkasso und die Verwendung der Berufsbeiträge verwiesen, das einen integrierenden Bestandteil des Vertrages bildet.

Gemäss EB Anhang 2

 II. Einzug der Berufsbeiträge

1

Zur Erfüllung der Aufgaben der PK leisten die den EB unterstellten Arbeitnehmer einen Berufsbeitrag gemäss Art. 4 der EB.

2

Dieser Abzug muss auf der Lohnabrechnung ersichtlich sein. Die Arbeitgeber erstellen den unterstellten Arbeitnehmern pro Kalenderjahr eine Bestätigung für die in dieser Periode abgezogenen Berufs- und Vollzugskostenbeiträge.

3

Tritt ein Arbeitnehmer im Laufe eines Monats ein oder aus, ist der Berufsbeitrag wie folgt zu erheben:

Vom 01. bis 15. des Monats Fr. 10.00 beim Eintritt und Fr. 0.00 beim Austritt
Vom 16. bis 31. des Monats beim Eintritt Fr. 0.00 und Fr. 10.00 beim Austritt

4

Die erhobenen Beiträge sind vom Arbeitgeber gemäss Weisung der PK an dieselbe zu überweisen. Für nicht erhobene oder nicht überwiesene Beiträge haftet der Arbeitgeber, ebenso für Beitragsverluste, die infolge Nichtanmeldung oder verspäteter Anmeldung von beitragspflichtigen Arbeitnehmern entstanden sind.

5

Die Beiträge der Nichtverbandsfirmen werden von der Geschäftsstelle der PK durch Rechnungsstellung an die betreffenden Firmen erhoben.

Gemäss EB Anhang 2

III. Verwendung der Beiträge und Kassenkontrolle

1

Die einkassierten Beiträge sind von der Geschäftsstelle der PK zu verwalten. Die Gelder werden entsprechend den jeweiligen Beschlüssen der PK verwendet:

a) für die Rückerstattung der Berufsbeiträge an Gewerkschaftsmitglieder gemäss abgezogenem Berufsbeitrag gegen entsprechende Bescheinigung;

b) zur Förderung des sanitären Installations-Spengler- und des Heizungs-Lüftungsgewerbes;

c) zur Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung und der Unterstützung von Massnahmen zur Vermeidung von Unfällen und Berufskrankheiten;

d) zur Deckung der administrativen Kosten der Vertragsdurchführung.

2

Die Geschäftsstelle der PK hat dieser mindestens einmal jährlich, auf Verlangen einer Vertragspartei, jederzeit, Kasse und Rechnung zur Prüfung und Abnahme vorzulegen.

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